Pflege ist professionell. Pflege ist umfassend. Pflege ist vielversprechend. Pflege ist – Deine Zukunft! Komm nach Berlin!

Was ist mit der Pflegeausbildung passiert?

Seit 2020 gilt das neue Pflegeberufegesetz, mit dem die bisherigen Ausbildungen in der Gesundheits- und Krankenpflege, in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und in der Altenpflege zu einem Pflegefachberuf zusammengefasst sind. Nach erfolgreichem Abschluss der dreijährigen Ausbildung zur Pflegefachfrau/zum Pflegefachmann (im folgenden Pflegefachperson) kannst Du in allen Pflegebereichen (z. B. im Krankenhaus, in Pflegeheimen oder in der ambulanten Pflege) arbeiten. Dadurch hast Du mehr berufliche Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten – nicht nur in Deutschland, sondern in allen Ländern der Europäischen Union.

Welche Aufgaben hast Du als Pflegefachperson?

Als Pflegefachperson übernimmst Du Verantwortung!

Pflege umfasst...

  • Erhaltung der Gesundheit (Gesundheitsförderung)
  • Vorsorge (Prävention) vor Krankheiten oder der Verschlechterung der Gesundheit
  • Unterstützung bei der Heilung von Krankheiten (Kuration)
  • Unterstützung bei der Wiedererlangung aller Fähigkeiten nach Krankheiten (Rehabilitation)
  • Beratung und Begleitung in allen Lebensphasen, auch die Begleitung Sterbender.

Alle Tätigkeiten sind ganzheitlich ausgerichtet, beziehen sich auf den Menschen mit seinen körperlichen, geistigen und seelischen Bedürfnissen. Moderne Pflege erfolgt auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse. Dazu gehören die Pflegewissenschaften, Medizin und Biologie, aber auch andere Sozialwissenschaften wie z. B. Psychologie.

Besonders wichtig ist eine professionelle Grundhaltung dem Menschen gegenüber. Als Pflegefachperson handelst Du häufig in ethisch schwierigen Situationen. In der Ausbildung lernst Du, reflektiert und begründet zu arbeiten und zu kommunizieren. Du unterstützt die Selbstständigkeit der zu pflegenden Menschen und achtest deren Recht auf Selbstbestimmung.

Als Pflegefachperson arbeitest Du mit Menschen aus vielen verschiedenen Berufen und Fachbereichen zusammen: Medizin, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie. Dabei übernehmen alle die Aufgaben, für die sie ausgebildet sind, und arbeiten gemeinsam für das Wohlbefinden der kranken oder pflegebedürftigen Menschen. Nur Pflegefachpersonen dürfen dabei den Pflegeprozess gestalten und zu Fragen der Pflege beraten. Sie stehen an der Schnittstelle aller Berufe und Fachbereiche.

Wie ist die Ausbildung organisiert?

Während der Ausbildung hast Du theoretischen und praktischen Unterricht in einer Pflegeschule und die praktische Ausbildung, die in verschiedenen Pflege- und Gesundheitseinrichtungen stattfindet. Die Ausbildung ist durch das Pflegeberufegesetz bundesweit gleich geregelt. Sie endet mit einer staatlichen Prüfung.

Bedeutung der Pflege

Die Bedeutung der Pflege ist elementar, weil diese bei der Bewältigung der gesundheitlichen Herausforderungen innerhalb unserer Gesellschaft immer wichtiger wird. In der Pflege handelst Du mit dem Bewusstsein für die Würde und Fürsorge des Menschen. Du setzt Dich für andere Menschen ein, unterstützt sie bei alltäglichen Dingen, die sie selbst nicht mehr selbst umsetzen können. Dabei stehst Du selbst als Mensch genauso im Zentrum. Du begegnest Deinen Mitmenschen aller Altersstufen mit einer professionellen Haltung. Du hörst zu, berätst, assistierst und unterstützt sie da, wo es gerade benötigt wird. All das kann Pflege!

Pflege Deine Zukunft!

Senatorin & Staatssekretärin

Dilek Kalayci

Senatorin Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung

„Die Auszubildenden und Studierenden in den Gesundheits- und Pflegeberufen sind die Zukunft der Pflege- und Gesundheitsbranche. Ohne sie läuft in Zukunft nichts. Genau deshalb ist mir der Austausch mit dem Nachwuchs sehr wichtig.“

Barbara König

Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung

„Pflegekräfte setzen sich in Pflegeeinrichtungen, Pflegediensten und Krankenhäusern unermüdlich für Menschen ein, die Hilfe und Unterstützung benötigen. Dafür verdienen sie Anerkennung, gute Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen und eine gute Bezahlung. Für mich steht fest: Wer heute nicht ausbildet, hat morgen keine Fachkräfte.“



Azubis

Anna-Lena Huse, 25 Jahre

Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin im 3. Ausbildungsjahr

„Ich liebe meine Ausbildung, weil ich auf vielfältige Art und Weise Erkenntnisse, Wissen und Klarheit erlange.“

Denise Rothkegel, 22 Jahre

Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin im 3. Ausbildungsjahr

„Ich mache die Ausbildung, weil ich es liebe anderen Menschen zu helfen, sie zu pflegen und zu unterstützen. Der Pflegeberuf ist sehr vielfältig und erfüllend!“

George Goutrié, 20 Jahre

Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger im 2. Ausbildungsjahr

„Der Beruf bedeutet für mich im engsten Kontakt mit Patientinnen und Patienten sowie Bewohnern und Bewohnerinnen ihren Pflegebedarf zu erfassen und interprofessionell für die bestmögliche gesundheitliche Versorgung zu sorgen.“

Enny Fiedler, 19 Jahre

Ausbildung zur Pflegefachfrau im 1. Ausbildungsjahr

„Ich möchte einen Beitrag zur Gesellschaft leisten und etwas soziales und medizinisches machen. Ich liebe es eine Begleitperson zu sein und Menschen bei ihrem Heilungsprozess zu unterstützen.“

Devine Nyasha Mutsatsa, 24 Jahre

Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin im 3. Ausbildungsjahr

„Für mich bedeutet der Beruf menschliche Versorgung und Betreuung von Patienten, Bewohnern, Klienten aller Altersgruppen in allen Lebenssituationen. Es umfasst die Förderung von Gesundheit und die Prävention von Krankheiten.“

Joshua Seyfert, 18 Jahre

Ausbildung zum Pflegefachmann im 1. Ausbildungsjahr

„Für mich bedeutet der Beruf Menschen in einer Notlage zu helfen. Ich bin hilfsbereit und übernehmen gerne Verantwortung für andere.“

Yannick Yavuzcan, 23 Jahre

Ausbildung zum Pflegefachmann im 1. Ausbildungsjahr

„Ich habe meine Erfüllung gefunden, ich möchte Leuten helfen. Ich kann ein Retter sein und kann Gutes bewirken.“

Florentine Miehe, 22 Jahre

Ausbildung zur Pflegefachfrau im 1. Ausbildungsjahr

„Man sollte sich für den Job entscheiden, weil es in der Pflege für jeden einen passenden Bereich gibt.“

Pflege Botschafter und Botschafterinnen

Marijke Visée

Pflegepädagogin

„Hinter der Aussage 'Ich möchte helfen.' verbirgt sich ganz viel. Das bedeutet begleiten, das bedeutet unterstützen.“

Antje Strauß

Pflegepädagogin

„Wichtig ist der Beruf immer, weil es immer Menschen geben wird, die auf Hilfe von anderen Menschen angewiesen sind. Damit ist auch ein stückweit ein Gesellschaftsauftrag in der Pflege verankert.“

Ines Klaar

Pflegepädagogin

„Am Pflegeberuf finde ich besonders reizvoll, dass er sehr vielseitig ist, dass man in unterschiedlichen Arbeitsbereichen arbeiten kann, so unterschiedliche Menschen kennenlernt und immer wieder neue Pflegesituationen vorfindet, auf die man spontan reagieren muss.“

Anna Schlicht

Schulleiterin Pflegeschule - Wannseeschulen für Gesundheitsberufe

„Das Lernen in der Pflegeausbildung ist nicht mehr ganz klassisch und tradiert mit Lehrervortrag oder Frontalunterricht, sondern wir haben unterschiedliche Methoden, die wir umsetzen, wie zum Beispiel problemorientiertes Lernen. Da lernen die Auszubildenden systematisch ein Problem zu bearbeiten und die beste Lösung für den hilfe- und pflegebedürftigen Menschen zu bewirken und dazu gehört das digitale Lernen.“

Aileen Päpcke, 28 Jahre

Gesundheits- und Krankenpflegerin, Praxisanleiterin, Studentin Pflegemanagement M.A. - DRK-Krankenhaus Köpenick

„Ich liebe dieses Beruf, weil er sehr vielschichtig ist und ich immer die Möglichkeit habe mich weiter- und fortzubilden. Ich kann überall auf der Welt in diesen Beruf arbeiten und er ist krisensicher.“

Michael Brantzko, 35 Jahre

Altenpfleger, Praxisanleiter, M.Sc. Management und Qualitätsentwicklung im Gesundheitswesen - Pflegewohnzentrum Kaulsdorf-Nord gGmbh

„Pflege ist ein schöner Beruf. Und mir ist es wichtig, dass die Menschen, die sich für den Pflegeberuf entscheiden, eben auch feststellen, was Pflege alles leisten kann.“



Didaktische Materialien

Handreichung / Workshop Pflege

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9. KLASSE – Pflege als Beruf

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9. KLASSE – Pflege als Beruf (Lösungen)

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9. KLASSE – Handdesinfektion

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9. KLASSE – Handdesinfektion (Lösungen)

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9. KLASSE – Essen anreichen

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9. KLASSE – Essen anreichen (Lösungen)

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10. KLASSE – Pflege als Beruf

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10. KLASSE – Pflege als Beruf (Lösungen)

(PDF, 94 KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

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10. KLASSE – Handdesinfektion

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10. KLASSE – Handdesinfektion (Lösungen)

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10. KLASSE – Essen anreichen

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10. KLASSE – Essen anreichen (Lösungen)

(PDF, 83 KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

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FAQs

Was heißt „generalistisch“ bzw. „generalistische Pflegeausbildung“?

Seit dem 01.01.2020 ist das neue Pflegeberufegesetz in Kraft getreten und eine neue Pflegeausbildung in Deutschland entstanden. Die bisherigen getrennten Pflegeberufe Altenpflegerin und Altenpfleger, Gesundheits- und Krankenpfleger bzw. -pflegerin und Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger bzw. -pflegerin sind zu einem modernen neuen Pflegeberuf geworden. Durch die Generalisierung werden Pflegefachpersonen auf die zukünftigen beruflichen Aufgaben, die sie nach der Pflegeausbildung bewältigen müssen, vorbereitet. Diese umfassen die Akutpflege (im Krankenhaus), die ambulante Pflege und die stationäre Langzeitpflege. Außerdem wird Dein Abschluss als Pflegefachperson automatisch in allen EU-Ländern anerkannt.

Wieso gibt es eine Pflegeberufereform?

Der große Personalbedarf an professionell ausgebildeten Pflegefachpersonen ist nicht erst seit der Corona-Pandemie bekannt und deutlich geworden. Denn bereits seit Jahren überschneiden sich viele Aufgaben der verschiedenen Pflegeberufe und -handlungsfelder. Wir als Gesellschaft werden immer älter. Wir achten mehr auf unsere Gesundheit und die gesundheitliche Versorgung durch unser Gesundheitssystem unterstützt uns Menschen, wenn wir krank werden. Die beruflichen Anforderungen an die Pflegefachpersonen steigen somit im Anforderungsprofil. Die verschiedenen Pflegeberufe sind zum einem in den letzten Jahren immer weniger voneinander abzugrenzen, zum anderen wird das Pflegefachpersonal umfassender und am beruflichen Kompetenzprofil ausgebildet. Die professionelle Handlungskompetenz innerhalb der generalistischen Pflegeausbildung ermöglicht somit eine gemeinsame Basis, um den zukünftigen beruflichen Herausforderungen zielführend begegnen zu können und die Gesundheitsversorgung der Gesellschaft zu sichern. Zusätzlich hat die Profession der Pflege einen enormen Aufschwung bekommen und somit den Beruf gestärkt.

Was regelt das Pflegeberufegesetz?

Das neue Pflegeberufegesetz ist im Januar 2020 in Kraft getreten. Die neue Gesetzgebung regelt die Ausbildungsqualität des neuen Pflegeberufs, beschreibt das neue Berufsbild der Pflegefachpersonen von morgen und stärkt das Berufsbild. Die Profession der Pflege wird durch die eigenen Vorbehaltsaufgaben gestärkt, die Aufgaben umfassen, die ausschließlich durch Pflegefachpersonen durchgeführt werden dürfen. Das ist ein großer Fortschritt für die Pflege.

Kann ich mich in meiner Pflegeausbildung spezialisieren?

Ja, das ist laut Pflegeberufegesetz möglich. Bevor Du Dein drittes Ausbildungsjahr Deiner Pflegeausbildung beginnst, hast Du die Möglichkeit einen anderen Ausbildungsweg zu gehen. Du kannst Dich auf eine der zwei beruflichen Fachbereiche: Altenpflege oder aber Gesundheits- und Kinderkrankenpflege spezialisieren. Beachte hierbei jedoch, dass Deine Pflegeausbildung mit der Spezialisierung nicht in allen EU-Staaten anerkannt ist und in Deutschland zu einem eingegrenzten Arbeitsfeld führen kann.

Was heißt „Praxisanleitung“ in der Pflegeausbildung?

Im praktischen Lernort unterstützt Dich eine Praxisanleiterin oder ein Praxisanleiter, Dein theoretisches und fachpraktisches Wissen anzuwenden und zu überprüfen, welches Du Dir in der Pflegeschule angeeignet hast. Zehn Prozent der praktischen Ausbildung werden direkt durch Deine Praxisanleiterin oder Deinen Praxisanleiter begleitet. Die Pflegeschule unterstützt den praktischen Ausbildungsprozess mit Praxisbegleitungen. Das heißt, dass Lehrerinnen oder Lehrer aus der Pflegeschule zu Dir in den praktischen Einsatz kommen und Deinen Ausbildungsverlauf mit Dir und dem Praxisanleiter oder der Praxisanleiterin gemeinsam reflektieren.

Wie lange dauert die Pflegeausbildung?

Deine Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann dauert insgesamt drei Jahre.

Wie läuft die Pflegeausbildung ab und wo werde ich ausgebildet?

Deine Pflegeausbildung zur Pflegefachperson findet an zwei Lernorten statt und dauert in Vollzeit drei Jahre. Abhängig von Deinen persönlichen Lebensumständen (z.B. Elternschaft, Pflege von Angehörigen) ist auch eine Teilzeitausbildung bis zu fünf Jahren möglich. Die Pflegeausbildung findet, unabhängig von der Dauer, mindestens 2.100 Stunden in einer Pflegeschule statt und mindestens 2.500 Stunden in der Pflegepraxis. In der Regel wechseln die Einsätze in einem Blockmodell. Die praktischen Einsätze finden in verschiedenen Bereichen statt und werden zu Beginn der Ausbildung gemeinsam mit der Pflegeschule und Deinem Ausbildungsträger geplant. Am Ende des zweiten Ausbildungsdrittels steht eine Zwischenprüfung, am Ende des dritten Ausbildungsdrittels die Abschlussprüfung mit einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil.

Als praktische Ausbildungsträger kommen Pflege- und Gesundheitseinrichtungen wie z.B. Krankenhäuser, stationäre oder ambulante Pflegeeinrichtungen in Frage. Du wirst nach dem neuen Pflegeberufegesetz generalistisch ausgebildet, das heißt, Du lernst die unterschiedlichen Schwerpunkte des pflegerischen Handlungsfeldes aus der Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege und Gesundheits- und Kinderkrankenpflege umfassend kennen. Gefällt Dir ein Handlungsfeld besonders gut, dann kannst Du nach der Pflegeausbildung in diesem Feld arbeiten oder Dich durch Fort- und Weiterbildungen weiterqualifizieren.

Kann ich die Pflegeausbildung in Vollzeit oder Teilzeit machen?

Die Ausbildung wird sowohl in Vollzeit in drei Jahren oder in Teilzeit in einer Zeit von bis zu fünf Jahren angeboten. Nicht alle Pflegeschulen bilden Teilzeitausbildungen an. Hast Du Interesse an einer Teilzeitausbildung, weil Du z. B. alleinerziehend bist oder Angehörige pflegst, sprich dies offen mit Deinem künftigen Ausbildungsträger an.

Kann ich meine Pflegeausbildung auch verkürzen?

Du kannst die Pflegeausbildung verkürzen, wenn Du bereits eine Ausbildung in einem in Frage kommenden Hilfe- oder Assistenzberuf absolviert hast. Informiere Dich in Deiner Pflegeschule, ob dieser Weg für Dich möglich und sinnvoll ist.

Wer ist Träger der Pflegeausbildung? Welche Aufgaben hat der Träger?

Der Träger der praktischen Ausbildung ist ein Krankenhaus, ein ambulanter oder stationärer Pflegedienst. Er schließt mit Dir den Ausbildungsvertrag und ist für den Verlauf der praktischen Ausbildung verantwortlich. Ebenso zahlt er Deine Ausbildungsvergütung unabhängig von Deinen Einsätzen in anderen Einrichtungen.

Muss ich Schulgeld bezahlen?

Nein, Du musst kein Schulgeld zahlen.

Wieviel Geld verdiene ich während der Pflegeausbildung?

Während Deiner Pflegeausbildung erhältst Du eine Ausbildungsvergütung vom Träger der praktischen Ausbildung. Die Ausbildungsvergütung ist am Tarif des öffentlichen Dienstes orientiert und kann maximal 20 Prozent nach oben oder nach unten abweichen.

Ändert sich etwas für mich, wenn ich mich noch in einer der bisherigen Pflegeausbildungen in der Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege oder Gesundheits- Kinderkrankenpflege befinde?

Falls Du Dich aktuell in einer Pflegeausbildung nach dem Altenpflegegesetz oder nach dem Krankenpflegegesetz befinden solltest, hast Du mit keinen Änderungen zu rechnen. Du führst Deine Pflegeausbildung wie gehabt fort und erlangst Deine Berufsbezeichnung ganz regulär als Altenpflegerin bzw. Altenpfleger, Gesundheits- und Krankenpfleger bzw. -pflegerin oder Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger bzw. -pflegerin.

Wann, wo und wie kann ich mich bewerben?

Du möchtest Dich bewerben? Dann nimm Kontakt zu einer Pflegeschule, einem Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung auf. Hinweise hierzu findest Du auf unserem Stellenportal. Der Beginn einer Pflegeausbildung ist in Berlin prinzipiell das ganze Jahr über möglich, die meisten Einrichtungen bieten ihre Ausbildungsplätze jedoch zum 01. April oder 01. Oktober an. Nimm zuerst Kontakt zu Deinem Wunschausbildungsort auf und bespreche, an wen genau Du Deine Bewerbungsunterlagen senden sollst. Manche Träger haben auch eigene Internenportale zur Stellenbewerbung. Im Idealfall absolvierst Du bereits vor Deiner Bewerbung ein Praktikum, sodass Dich Dein zukünftiger Ausbildungsträger schon kennenlernen kann. Die meisten Berliner Pflegeschulen bieten Hilfe an und unterstützen Dich bei der Auswahl Deines praktischen Ausbildungsortes und beim Bewerbungsprozess. Nimm einfach Kontakt auf und lass Dich beraten.

Welche Zulassungskriterien muss ich erfüllen?

Um Dich für die Pflegeausbildung bewerben zu können, musst Du einen mittleren Schulabschluss oder einen gleichwertig anerkannten Schulabschluss (in Berlin z. B. die erweiterte Berufsbildungsreife) nachweisen können. Alternativ bringst Du die Berufsbildungsreife (BBR) und entweder eine zweijährige erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung oder eine abgeschlossene landesrechtlich anerkannte Ausbildung in der Pflegehilfe von mindestens einjähriger Dauer mit. Du musst außerdem Deine gesundheitliche Eignung zur Ausübung des Berufs, also ein ärztliches Attest, und ein polizeiliches Führungszeugnis vorweisen. Nicht zuletzt musst Du die deutsche Sprache in Wort und Schrift beherrschen. Ein pflegerisches Praktikum, damit Du Dein zukünftiges Arbeitsfeld im Vorfeld auch schon einmal kennengelernt hast, ist sinnvoll.

Kann ich Pflege auch studieren?

Ja. Du kannst Pflege auch primärqualifizierend (also anstatt einer Ausbildung an einer Pflegeschule) studieren. Darüber hinaus kannst Du auch nach Deiner Ausbildung zusätzlich einen Bachelor in Pflege erwerben oder ein Weiterbildungsstudium, z. B. in Pflegemanagement oder Pflegewissenschaft beginnen. In der Regel benötigst Du hierzu die Hochschulreife oder aber abhängig vom Bundesland einen MSA in Verbindung mit einer abgeschlossenen Ausbildung und Berufserfahrung.

Wieviel Geld verdiene ich nach erfolgreichem Abschluss der Pflegeausbildung?

Nach Deiner Ausbildung und je nach Berufserfahrung und Position kannst Du bei einer Vollzeitstelle mit einem durchschnittlichen Gehalt von 2.925 € brutto rechnen (Stand: April 2019). Hinzu kommen oftmals noch Schichtzulagen, wenn Du z. B. am Wochenende oder in den Nachtstunden arbeiten musst. Da es keinen Flächentarifvertrag gibt, unterscheiden sich die Grundgehälter und die Schichtzulagen zwischen den Einrichtungen teilweise erheblich.